Giacomo Wethli

Giacomo Wethlis Leben war geprägt vom Dienen am Menschen und der unermüdlichen Erforschung der Zusammenhänge zwischen Himmel und Erde. Er war ein liebevoller, gütiger und charismatischer Mensch, der große Überzeugungskraft besaß, weil er so beseelt von seiner Aufgabe war.

Er wurde 1933 in der Schweiz geboren und beschäftigte sich über 40 Jahre mit Astrologie, insbesondere mit der Wirkung der astronomisch korrekten Sternbilder, wie sie von Placidus fest gelegt wurden. Er entdeckte ein System von Analogien, mit deren Hilfe die Deutung eines Geburtshoroskopes vereinfacht und wesentlich verbessert werden kann. Er entdeckte, dass die Deutung aus den astronomisch korrekten Sternbildern um vieles treffsicherer ist als die Deutungen der herkömmlichen Astrologie.

Er hatte ein außergewöhnliches Leben und machte Erfahrungen, deren Tiefe und Intensität ihm besondere Einsichten schenkten. Bis zu seinem 30. Lebensjahr war er Geschäftsmann, Geldmensch, ernährte sich wie alle Menschen auch mit Fleisch. Von einem Moment zum anderen fiel er ins Koma, - wie sich später heraus stellte, war die Ursache eine Enzephalitis (Gehirnentzündung). Dieser halbwache Zustand hielt 3 Wochen an und brachte ihm sonderbare Erfahrungen. So nahm er in dieser Zeit die Menschen als Lichter wahr, einen Sterbenden in seinem Zimmer als verlöschendes Licht. Nach diesen drei Wochen wurde er wach durch eine Empfindung, die er als "Stromschlag durch die Wirbelsäule" beschreibt. In der Folge hatte er zunächst halbseitige Lähmungserscheinungen, konnte immer nur für Minuten wach bleiben, was sich nur allmählich besserte. Damals kam er mit dem Yoga-Lehrer Jesudian in Berührung, der ihm Übungen zeigte, die ihm halfen, gesünder zu werden. Bald danach stieg Giacomo Wethli auf völlig vegane Erhährungsweise um und behielt diese bis zu seinem Tod bei. Seine Gesundheit war mit der Zeit fast völlig wieder hergestellt, bis auf eine große Empfindsamkeit auf Nahrungsmittel, die er zeitlebens nicht mehr verlor.

Die Erfahrungen im Koma hatten ihn auch psychisch völlig verändert, denn seine Interesse an der Geschäftswelt schwand völlig dahin und wich dem Bedürfnis, seinen Lebensweg in eine spirituelle Richtung zu lenken. Es begannen Forschungen auf geistiger Ebene und die Beschäftigung mit der Astrologie - die ihn nie mehr loslassen sollte. Er zog die Konsquenzen, stieg aus der Geschäftswelt aus und widmete sich seinen Forschungen. Doch diese Koma-Erfahrung war nicht alles, was ihn prägen sollte.

Einige Jahre später, auf einem Passagierflug nach Madeira, stürzte die Caravelle auf dem Landeanflug vor Madeira ins Meer. Zahlreiche Menschen ertranken, Giacomo Wethli konnte sich als einer von wenigen unter Wasser aus einem großen Loch herauswinden und zur Oberfläche schwimmen. Diese Zeit unter Wasser forderte seine ganze Willenskraft, um nicht dem Atemreflex nachzugeben. In diesen Sekunden hatte er mehrere, intensive Lichterfahrungen und die sehr realistische Wahrnehmung eines Gespräches mit Gott, der ihm den Auftrag gab, weiter zu leben und sein Wissen weiter zu geben, der Menschheit zu helfen. Diese Botschaft trug ihn durch sein weiteres Leben im ständigen Bemühen, sie umzusetzen. Giacomo Wethli wurde übrigens als letzter aller Überlebenden aus dem Wasser gerettet.

All diese Erlebnisse öffneten sein Bewusstsein für die Verantwortung des Menschen für seine eigene Gesundheit und den Zustand seines Körpers. Sie führten zu einer innigen Ausrichtung auf den Himmel und die Zusammanhänge zwischen Mikro- und Makrokosmos.

Er spielte auf dem Klavier des Wissens und sah die Zusammenhänge zwischen Astrologie, Tönen, Farben und die Verbindung zu menschlichen Organen, Kreislauf, Nerven und Stoffwechsel und schuf ein geniales System, mit dessen Hilfe er die Schwächen und Stärken eines Menschen in Körper, Seele und Geist sehr klar sehen konnte. Viele Jahre forschte er auf den Spuren von Paracelsus, der Himmelskörper und Organe zueinander in Beziehung setzte. Er arbeitete auf der Basis von Analogien und Entsprechungen. Grundgedanke hierbei bilden die Trinität und die Vierheit, die sich in der Astrologie, wie auch in allen Religionen findet. Zuletzt beschäftigte er sich mit der Heilmöglichkeit durch besondere homöopathische Mittel in ihren Entsprechungen zum periodischen System und den Himmelskörpern und Sternbildern. So war er ein Meister darin, alles mit allem in Verbindung zu bringen.

Wer auch immer ihn ansprach, weil er krank war oder andere Probleme hatte, konnte auf seine persönliche und uneigennützige Hilfe zählen. Er war unermüdlich darin, gewisse Projekte zu initiieren und Gespräche mit möglichen Helfern für diese Sache zu führen. Sein Leben lang war er Kritiker der Pharmaindustrie und predigte die positive Wirkung von gesunden Nahrungsmitteln. Er investierte viel Kraft und Zeit, um ein Projekt in der Schweiz ins Leben zu bringen, das zum Ziel die Verbreitung erschwinglicher ökologischer Lebensmittel und die Förderung des Ökologischen Anbaues in den Bergen hatte, doch er fand bis zuletzt keinen Geldgeber.

Giacomo Wethli starb 73-igjährig an Karfreitag, dem 14.4.06. Sein Leben war beseelt von dem Drang, der Menschheit zu helfen, sie zu einem gesünderen Leben zu führen und die Zusammanhänge zur geistigen Welt näher zu bringen. Nur Wenige waren dafür offen.

Er war überzeugt und bemühte sich Tag für Tag, sich mit seinen eigenen Mitteln von einem Krebsleiden zu heilen, doch dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt. Er kämpfte in diesem Sinne bis zuletzt und lehnte selbst unter Schmerzen immer wieder ärztliche Hilfe sowie Medikamente ab. Schließlich ergab er sich dem Tod klaglos und sanft, bewusst atmend bis zur letzten Sekunde. Ein wahrlich tapferer Mensch.

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